
Skulpturale Formen zwischen organischem Fluss und geometrischer Ordnung
– ausgehend von Keramik als Erkundung von Bewegung, Raum, Natur – und dem Spiel des Lichts
Meine Werke sind inspiriert von natürlichen Formen ebenso wie von der experimentellen Arbeit mit geometrischen Schleifen. Ausgehend von der Keramik entwickle ich organisch schwingende Skulpturen – reduziert, handwerklich exakt und ästhetisch klar.
Als Lichtinstallationen aus Glas, als Lentikulare Wandkunst oder als Bronzeformen treten sie in einen Dialog mit Raum und Natur. Beide Perspektiven – das freie Fließen und die konstruktive Strenge – fließen in meine Arbeit ein und finden dort eine eigene Balance.
Das folgende Zitat greift einen Kern meiner Arbeit auf und reflektiert unter anderem meine lebenslange Bewunderung für den Jugendstil :
"Statt die Natur zu kopieren, wollte man nach den Prinzipien der Natur eigene Formen erschaffen"
Jugendstil. Made in Munich, 25. Oktober 2024 – 23. März 2025. Kuratierter Wandtext.
Tony Cragg, Süddeutsche Zeitung, 17. Mai, 2025
Thomas Dörr – Circle of Life – 2019
Keramik, 13×16x14 cm — Die keramische Skulptur bildet den Ursprung meiner multimedialen Glaskunst, die wiederum die Basis meiner Lentikularkunst ist

Wichtige Impulse erhielt ich durch die Ausbildung bei Sabine Classen an der Freien Keramikakademie, Grötzingen. Ihr Leitsatz 'Aus Bewegung wird Form' prägt mein Verständnis von Formfindung ebenso wie der geometrisch-mathematische Ansatz von Max Bill. dessen Arbeiten der 'Konkreten Kunst' folgen. Eine seiner prägenden Skulpturen trägt den Titel 'Doppelfläche mit 6 rechtwinkligen Ecken' ('Double surface with 6 right-angled corners').
